Gospelchor

Gospel vom Feinsten schallt über Stuttgarts Hügel zum Start ins neue Jahr

„No Greater Love“ heißt das Debütalbum des JTGC – des Jesustreff Gospel Chores. Eigentlich ein Laienchor, aber dank professioneller Leitung und mit prominenter Unterstützung durch die Gospel Brothers extended ist mit der CD sicher ein überraschend hochwertiges Ergebnis geglückt, welches nun mit einer Release-Party am Samstag, den 21. Januar 2012 in Stuttgart kräftig gefeiert und der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. „Das wird ein einmaliges Erlebnis“, freut sich Chorleiter Christoph Gärtner auf das Konzert.

Um 19:30 Uhr geht es in der Martinskirche in Stuttgart-Nord los, der Eintritt ist frei. Nach dem Konzert wird man die CD zum ersten Mal für zehn Euro käuflich erwerben können. Neben den sieben eigen-komponierten und arrangierten Songs, die auf der CD vertreten sind, wird bei dem Konzert auch ein Best-of der vergangenen Auftritte zu hören sein. „Wer schon bei einem unserer früheren Konzerte war, wird bestimmt bei einigen Liedern mitsingen können, aber am meisten freue ich mich auf die noch ganz unbekannten Songs von unserem Album“, verrät Chormitglied Joana Obeng, die selbst eines der Stücke geschrieben hat.

Unterstützt wird der Chor dabei von den Gospel Brothers extended. Einer professionellen 7-köpfigen Band aus ganz Baden-Württemberg, die auch bei der CD- Aufnahme im Studio mitgewirkt hat. Die Mitglieder der Gospel Brothers extended haben bereits mit namenhaften Größen wie Cassandra Steen oder Beatbetrieb gespielt, waren als Vorband für Earth, Wind & Fire im Einsatz und haben schon eigene Soloalben veröffentlicht. „Es ist wirklich eine riesige Ehre und ein Glücksfall eine solche Band zusammenzubekommen“, schwärmt der Chorleiter über die Spielfreude der Bandmitglieder.

Als weiterer Gast auf der CD ist Junior Robinson vertreten, ein international ausgezeichneter Gospelsänger aus London, der schon seit einigen Jahren Stuttgarts Gospelszene belebt. Auch beim JTGC ist er kein Unbekannter, da er schon bei vergangenen Konzerten als Gastsolist geglänzt hat.

Für die Aufnahme des Albums konnten die erfahrenen Ton-Ingenieure Lukas Leuthold und Daniel Amstutz aus der Schweiz gewonnen werden, die mit komplettem Studio- Equipment angereist und in Tag und Nacht-Arbeit die Aufnahmen überwacht haben.

Mit so viel prominenter Unterstützung und dank der professionellen Leitung unter Christoph Gärtner, hört man dem Chor gar nicht mehr an, dass er eigentlich mal als Laienchor angefangen hat.

Als der Chor 2008 gegründet wurde, war er zuerst nur als Gruppe innerhalb der Gemeinde des Jesustreffs Stuttgart geplant. Hier konnte man zusammen Musik machen, Spaß haben und gemeinsam die Botschaft des Gospel hinter der Musik erleben. Doch Christoph Gärtner, der die Gründung des Chores initiiert hatte und als Mitglied der Gospel Brothers selbst sehr erfahren in Sachen Gospel ist, erkannte schnell, dass „aus den Jungs und Mädels noch viel mehr herauszuholen ist“. Mit Unterstützung von Jens Simon Petersen, der den Chor als Vocalcoach weiterbildet, war es „interessant zu sehen, wie sich die Laien entwickelten, und wie viel Potenzial in dem Chor steckt“. So haben sich einzelne Chormitglieder als Songwriter betätigt und in Zusammenarbeit mit Christoph Gärtner das Repertoire erweitert. Unter dem gestiegenen Anspruch hat die gute Stimmung des Chores jedoch nicht gelitten: Die 30 Chormitglieder zwischen Jung und Alt treffen sich immer noch voller Motivation zur Probe und haben dabei so viel Spaß, dass sich sowohl Profis als auch die Hobby- Sänger gleichermaßen wohlfühlen. Inzwischen reisen diese auch aus weiter entfernten Gebieten, wie Böblingen, Ludwigsburg oder dem Rems-Murr-Kreis an.

Die selbst geschriebenen Lieder und deren fast schon professionelle Umsetzung unterscheiden den Chor wohl am meisten von anderen vergleichbaren Gospelchören. Der Jesustreff Gospel Chor will dabei auch nicht als traditioneller Gospelchor angesehen werden, sondern verschreibt sich dem moderneren Contemporary Gospel, in dem sich viele Einflüsse aus Funk, Soul und Hip-Hop widerspiegeln. Eine jüngere und lebensfrohe Variante des gelebten Glaubens, deren Ausdruck sich auch auf der Bühne widerspiegelt.